AH: Vereinsinternes Kleinfeldturnier am 14.07. – bestes Wetter, beste Stimmung

Am Samstag den 14. Juli fand unser alljährliches Kleinfeldturnier statt. Wieder einmal bei bestem Wetter. Und somit waren die Voraussetzungen gegeben, aktuelle und ehemalige Mitglieder, Bekannte und Freunde zu treffen. Und dem bunten Treiben auf dem Sportplatz zuzuschauen. Am Morgen haben die Mitglieder der AH-Abteilung und Jürgen Pavillions aufgebaut, Biertische aufgestellt, den Platz gegossen und gezeichnet, letzte Hand an die Grünflächen gelegt, den Grünschnitt weggefahren, Grill und Kuchentheke aufgebaut, Elektro verlegt und Lautsprecher aufgebaut.

 

Gegen 12.30 Uhr konnte der 1. Vorstand Bernd Breitkopf die Mitglieder und Freunde zum Kleinfeldturnier begrüßen. Und auch das Rekord-Teilnehmerfeld von 8 Mannschaften: Fußball Ü30, Alte Herren, Alte Herren Olympia Hertha, Freizeitsportler der FSG Eggenstein, Schlägerstars (Tennis und Tischtennis), Volleyball, Floorball und die Montagskicker. Letztere sind Angehörige der Firma Siemens, die Montags ihrem Hobby auf unserem Gelände nachgehen.

 

Gespielt wurde in 2 Gruppen, und in einer Finalrunde wurden dann die Platzierungen ausgespielt. Zwischen Gruppenphase und Finalrunde hatten die kleinsten Turnier (Danke an die Fitness-Abteilung) einen tollen Auftritt, der mit einem Eis belohnt wurde.

 

In der Gruppe A setzten sich Schlägerstars und AH durch, in der Gruppe B belegten die AH der Olympia Hertha und Fußball Ü30 die vorderen Plätze. Die Plätze 5-8 machten dann Floorball, Volleyball, Montagskicker und die FSG Eggenstein unter sich aus.

 

 

In der Finalrunde setze sich schließlich Fußball Ü30 als Turniersieger durch, im Finale gegen die AH von Olympia Hertha. Platz 3 belegten die Schlägerstars, gefolgt von der AH.

Bernd Breitkopf den Siegerpokal an Fußball Ü30, alle teilnehmenden Mannschaften erhielten eine Urkunde und ein Fläschchen Prosecco. Die Einen zum Feiern, die anderen zum Trost. Wir bedanken uns bei allen Mannschaften für den tollen Sport bei sehr warmem Wetter, und dass das Miteinander-Spielen im Mittelpunkt stand.

 

 

Das Einlagespiel der Ü50 AH von DJK Karlsruhe-Ost und der DJK Mühlburg sah dann ein klares 3:1 für die DJK Ost zur Halbzeit, wir sahen wie der sichere Sieger aus, und gingen so auch in Halbzeit 2. Und wurden eiskalt erwischt. Schnell stand es 3:3, und gegen Ende erzielte Thomas Engler (ein ehemaliger Mitstreiter der DJK Ost AH)  gar den Siegtreffer für die DJK Mühlburg zum 3:4. Beim gemeinsamen Bier wurde das jederzeit faire Spiel aufgearbeitet und analysiert.

 

Wir bedanken uns bei den Grilleuren Marie, Sina und Felix, bei der Fitness-Abteilung für die Aufführung der Kinder und den Kaffe&Kuchen-Stand, sowie bei der AH für die Organisation des Events und Wirt Spasso für die gute Zusammenarbeit. Bei den Schiedsrichtern Mehmet, Helmut und Gust für die souveräne Leitung der Spiele und den teilnehmenden Mannschaften für den Wettkampf. Und allen Freunden und Mitgliedern fürs Kommen, die so dem Fest Inhalt und Rahmen gaben.

 

Erste-Hilfe-Schulung im Clubhaus

Schulung zur Ersten Hilfe bei Sportverletzungen

Zu einem bestens geschulten Übungsleiter oder Betreuer gehören auch entsprechende Kenntnisse zur Ersthilfe bei Sportverletzungen. Da der ASB exakt eine solche Schulungsmaßnahme anbietet, hatte der Vorstand beschlossen, eine solche Schulung im Clubhaus für alle Abteilungen anzubieten, die von Heinz Häfner initiiert wurde.

Am Samstag, den 23 Juni 2018. konnten sich nun 10 Teilnehmer/innen aus den Abteilungen Fußball, Fußball-AH, Tischtennis, Tennis und Floorball die neuesten Kenntnisse auf diesem Gebiet aneignen. Zwischen 8.30 und 16.30 Uhr wurden vom kompetenten und „witzigen“ ASBler (Originalkommentar eines Teilnehmers) Infos zum Bewegungsapparat, Verletzungsarten und Unfallmechanismen in Halle, Wald und Sportplatz vermittelt und wie solchen Verletzungen zu entgegnen ist. Hierbei erläuterte der Fachmann Erst-Maßnahmen bei Ohnmacht, Zerrungen, Prellungen, Kopfverletzungen, Brüchen und Überhitzungen auf anschauliche Art und Weise.

Die Teilnehmer zeigten sich sehr angetan von der Schulungsmaßnahme, insbesondere das ‚In-House‘-Konzept (also Schulung in den Räumen des Vereins) wurde sehr positiv aufgenommen.

Jahreshauptversammlung des Gesamtvereins am 8. Juni 2018

Jahreshauptversammlung der DJK Karlsruhe-Ost mit Neuwahlen

Mithin tropische Verhältnisse umrahmten die am 8. Juni 2018 abgehaltene Jahreshauptversammlung der DJK Ost, die im restlos gefüllten großen Nebenzimmer des Clubhauses abgehalten wurde. In seinem Jahresbericht für 2017 konnte Bernd Breitkopf, als 1. Vorsitzender, auf die deutlich gestiegenen Mitgliederzahlen seit 2015 ebenso erfreut verweisen wie auf die zahlreichen Aktivitäten rund um das Vereinsgelände sowie auf einzelne sportliche Erfolge. Insbesondere der Einbau der neuen Heizungsanlage, der kurz vor dem Abschluss steht, der Neubau des Terrassendachs sowie die Renovierung des Kinderspielplatzes (letztere beide ausschließlich in Eigenleistung durch die Vereinsmitglieder) waren große Herausforderungen, denen sich der Verein gestellt hat. Hierbei bedankte sich Bernd Breitkopf insbesondere bei den Senioren des Vereins sowie bei Fußball-AH für deren außergewöhnlichen Einsatz mit mehreren hundert Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit. Sein Dank galt ferner allen Mitgliedern des engeren wie erweiterten Vorstands für die vertrauensvolle Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren, namentlich besonders Manfred Wörner für seine seit 1960 (!) ohne Unterbrechung ausgeübte Tätigkeit als Hauptkassier des Vereins.

In den Berichten der einzelnen Abteilungen wurden die vielfältigen Aktivitäten auf der sportlichen wie auf der geselligen Ebene eindrucksvoll geschildert und zeugten von einem lebendigen Vereinsleben rund um das Vereinsgelände an der Friedrichstaler Allee 52, aber auch in den verschiedenen Hallen im Stadtgebiet.

Bei den abgehaltenen Neuwahlen der Vorstandschaft wurde der engere Vorstand bei insgesamt nur wenigen Enthaltungen einstimmig bestätigt, während es bei den Beisitzern zu Veränderungen kam. Im Einzelnen wurden gewählt: Bernd Breitkopf (1. Vorsitzender), Wolfgang Schleinkofer (2. Vorsitzender), Volker Knodel (3. Vorsitzender), Manfred Wörner (Hauptkassier), Armin Beck (Schriftführer), Wolfgang Kamilli (Mitgliederverwalter), Klaus Anderer und Udo Raab (Kassenprüfer) sowie als Beisitzer: Klaus Buch, Dr. Heinz Häfner, Dominik Nagel, Dr. Matthias Sander und Thilo Wüst.

Bernd Breitkopf dankte abschließend den Sponsoren und Förderern des Vereins ebenso wie dem Schul- und Sportamt der Stadt Karlsruhe, dem Badischen Sportbund Nord sowie dem DJK Diözesanverband Freiburg für deren vielfältige Unterstützung bei den Vereinsaktivitäten der DJK Karlsruhe-Ost. Sportlich Interessierte können sich gerne über die Homepage des Vereins unter www.djk-ost.de über die Angebote informieren und die Ansprechpartner/innen kontaktieren.

Lichtbildvortrag über die Kleindenkmale in der unteren Hardt beim Seniorenkreis

Was ein Kleindenkmal ist und was diese zu erzählen haben, war das zentrale Thema von Dr. Rainer Oberacker, wissenschaftlicher Mitarbeiter beim KIT und sachkundiger Heimatforscher, vor den Teilnehmern des Seniorenkreises, die sich zahlreich beim Clubhaus eingefunden hatten. Anhand einiger prägnanter Beispiele aus der unteren Hardt – das Gebiet nördlich von Karlsruhe bis Graben-Neudorf – wurde deutlich, dass nicht nur die große Weltgeschichte, sondern gerade auch die lokale Geschichte äußerst spannend sein kann. Die in Wald und Flur oftmals unbemerkt stehenden kleinen Denkmale, wie Feldkreuze, Wegweiser, Grenzsteine, Ruhebänke, Sühnekreuze u.v.m. erzählen ebenso Geschichte und Geschichten. Beeindruckend war die Geschichte der Leimersheimer Schmugglerbande, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein trauriges Ende nahm und sowohl auf Seiten der Schmuggler wie der Polizei Tote einforderte. Ein Gedenkstein der beteiligten Familien erinnert noch heute an das Ereignis.

Vorne im Bild, Dr. Rainer Oberacker, nach seinem Referat.

Bernd Breitkopf bedankte sich im Namen des Seniorenkreises beim Referenten für dessen interessanten Einblick in ein Stück Alltagsgeschichte unserer Region mit einem Weinpräsent. Der kommissarische Leiter des Seniorenkreises, Volker Hartmann, kündete den nächsten Termin am Donnerstag, den 17. Mai 2018 im Clubhaus an.

B. Breitkopf

 

 

Totengedenken der DJK Ost am 26. November 2017

Totengedenken der DJK Karlsruhe-Ost
am 26. November 2017 um 11:00 Uhr
Clubhaus DJK Karlsruhe-Ost

Liebe Vereinsmitglieder,

ich möchte Euch zu unserer Gedenkfeier ganz herzlich begrüßen und bedanke mich schon jetzt bei Diakon Stefan Baumstark, der ein geistliches Wort sprechen wird und bedanke mich bei Patrick Russ, der unsere Feierstunde musikalisch umrahmt.

Am heutigen Totensonntag, mit dem das Kirchenjahr eine Woche vor Advent schließt, gedenken wir an dieser Stelle traditionell unserer verstorbenen Angehörigen und Freunde. Erstmals 1816, also vor etwas mehr als 200 Jahren, wurde im protestantischen Preußen im Gedenken an die Opfer der Befreiungskriege gegen die napoleonische Vorherrschaft in Europa dieser besondere Feiertag begangen. Die Begriffe Totensonntag oder Ewigkeitssonntag stehen mittlerweile gleichberechtigt nebeneinander, kennzeichnen jedoch unterschiedliche Ansätze: Für den Totensonntag stehen gleichsam Trauer und Schmerz, für den Ewigkeitssonntag die Hoffnung auf die Auferstehung.

Wir haben uns beim Gedenkstein unseres Clubhauses versammelt, um in Liebe und Dankbarkeit der Menschen zu erinnern, die uns in unserem Leben besonders nahe gestanden haben: Familienangehörige, Freunde, Bekannte und Vereinskameraden. Im vergangenen Jahr stand meine Ansprache unter dem Motto „Trostbedürfnis“ verbunden mit der Frage, wofür ist der Trost gut und wo kann ich ihn finden.

(Musikalische Umrahmung durch Patrick Russ)

Dieses Jahr möchte ich einige Gedanken zum veränderten Umgang mit dem Tod und dem Wandel der Erinnerungsorte mit Euch teilen. Wenn wir uns heute mit den täglichen Nachrichten umgeben, so ist der Tod allgegenwärtig auf der Welt: Kriege, Attentate – auch in Deutschland – sind unsere Begleiter geworden und mal ehrlich, wer erinnert sich noch an schreckliche Verbrechen, wenn diese mehr als ein Jahr her sind, weil diese schon längst von neuem Grauen überholt worden sind. Und damit nicht genug: Unseren täglichen Mord gib uns heute in den öffentlich-rechtlichen wie privaten Kanälen. Längst haben wir uns daran gewöhnt und suchen nach dem nächsten Krimi – ist doch alles nur gespielt und kaum ein Sechsjähriger, der im Internet nicht schon in die Tiefen der menschlichen Seele eingedrungen ist, ohne zu begreifen, was da eigentlich abgeht.

Der Tod ist also allgegenwärtig in einer sich immer schneller drehenden Welt auf der Schwelle hin zur Digitalisierung und die Überforderung vieler, sich heute zurecht zu finden, wächst beständig an. Für die Beschäftigung mit der eigenen Sterblichkeit und dem für uns alle unausweichlichen Ende bleibt keine Zeit. Das ist auf eine gewisse Weise sogar natürlich, da wir nicht wissen wann und wie der Tod eintreten wird, würde dieses Fragen möglicherweise unsere Lebensqualität beeinflussen. Einzig die Tatsache, dass der Tod eintreten wird, ist uns allen sicher, der Umgang mit ihm hat sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten verändert.

Die Soziologen Thorsten Benkel und Matthias Meitzler beschreiben dies unter anderem wie folgt: „Unsere Gesellschaft verändert sich, also verändert sich auch ihr Friedhof“. Der größte Umbruch ist die Individualisierung. In der Gesellschaft ist sie (die Individualisierung) die Folge des Aufbruchs von Grenzen, wodurch Berufs- und Lebenswege nicht mehr streng vorgegeben sind und die Selbstbestimmung des Einzelnen zentral ist. Individualisierung der Grabstätten bedeutet daher, sich nicht mehr im Kollektiv und in einer Glaubensgemeinschaft einzuordnen. Stattdessen stehen nun der Einzelne und sein Leben im Vordergrund. So lösen Musiknoten, Gitarren, Angeln, PKWs und Motorräder inzwischen religiöse Motive ab. „Leidenschaften und Passionen auf Gräbern abzubilden, ist in Großstädten eigentlich schon fast obligatorisch. Auf Gräbern finden sich Alltagsgegenstände des Verstorbenen oder Sinnsprüche, die nur Eingeweihte kennen; etwa ein Lebensmotto oder ein manchmal rätselhafter und kryptischer Spruch, den nur ganz bestimmte Vertraute einordnen können“, so Thorsten Benkel.

Auch das Trauern ändert sich und geht mit neuen, im Zuge der Digitalisierung aufgetauchten Ausdrucksmöglichkeiten einher: Trauervideos werden auf Youtube hochgeladen, Facebook-Profile der Toten lebendig gehalten, Kerzen auf virtuellen Trauerportalen angezündet und QR-Codes in Grabsteine graviert. Matthias Meitzler sagt: „Wichtig ist, dass es heute eine Pluralisierung der Trauer gibt: Man kann sie verschieden ausdrücken. Das sieht man auch auf dem Friedhof sehr gut: Es gibt immer noch Personen, die wöchentlich oder täglich auf dem Friedhof sind. Aber es gibt eben auch diejenigen, die sagen, der Friedhof hat für mich als Ort der Trauer keine Bedeutung. Für mich ist Trauer ganz woanders – im Fotoalbum, zu Hause, im Internet oder im Kopf.“

(Ansprache zum Totengedenken vor dem Clubhaus)

Es ist inzwischen aber auch erwiesen, dass die in Großstädten vielerorts geübte Praxis der bewussten anonymen Bestattung für viele Hinterbliebene im Nachhinein sich als Irrtum herausgestellt hat. War man ursprünglich der Ansicht, dass ein Erinnern an eine bestimmte Person sich in erster Linie im Kopf abspielt, so hat dies nach einer gewissen Zeit nicht mehr ausgereicht. Gefehlt hat eben doch der feste Platz mit dem Namen des oder der Verstorbenen auf einer Platte oder einem Kreuz. Jetzt war es wieder möglich geworden mit den Verstorbenen zu kommunizieren, jetzt machen Blumenstrauß und Kerze wieder Sinn. In dieser ausdrücklichen Symbolik zeigt sich die Nähe der Lebenden zu den Toten. Es ist eben wichtig, einen Ort zu haben, der sich außerhalb unseres Alltagsumfeldes befindet, einen Ort der ganz und gar den Hinterbliebenen und ihrer Trauer und Erinnerung gehört.

Wahrscheinlich verliert der Tod nicht seinen Schrecken, wenn wir uns bewusst werden, was in diesem Moment passiert, aber vielleicht hat es etwas tröstliches darüber hinaus. Der Theologe und Religionslehrer Peter van Briel führt hierzu aus: „Im Alten Testament ist die Vorstellung eines Lebens nach dem Tod sehr uneinheitlich. Da gab es einerseits die Vorstellung, dass eine unsterbliche Seele der Einzigartigkeit Gottes Konkurrenz machen könnte. Deswegen war man in der Formulierung sehr vorsichtig und hat, wenn überhaupt, von einem „Schattendasein nach dem Tod“ gesprochen oder von einem „Versammeln zu den Vätern“. Doch erst im Neuen Testament gibt es klare Aussagen über das Jenseits. Nicht nur in der Predigt Jesu, sondern vor allem an seinem Beispiel wird klar: Als er stirbt, trennen sich Leib und Seele, die dann in der Auferstehung wieder zusammenkommen. So wunderbar verwandelt erscheint er dann den Jüngern. Das ist nicht nur Kern unseres Evangeliums, sondern auch unserer Botschaft über das Leben nach dem Tod.

In diesem Sinne ist uns Christen bewusst, dass bei der Auferstehung vor dem Jüngsten Gericht auch unsere im Tod vom Leib getrennte Seele wiedervereint wird. In der Gewissheit, dass es bis dahin einen festen Ort gibt, u. a. den Gedenkstein vor unserem Clubhaus, wo wir mit den verstorbenen Vereinskameraden und Freunden kommunizieren können und sei es nur für einen Augenblick Stille zu halten, wollen wir uns unserer eigenen Sterblichkeit bewusst werden. Gleichzeitig sind wir dankbar für das bisher Erreichte.

Der November mit seinen Feiertagen Allerheiligen, Allerseelen, Volkstrauertag und Totensonntag fordert uns einiges ab und der Tod ist gegenwärtig. Der Theologe Manfred Becker-Huberti bemerkt hierzu: „Wenn ich der Depression den Eintritt in mein Seelenleben verbiete, aber die Melancholie einlasse, diese süße Lust an der Traurigkeit, kann ich der dunklen Jahresphase Positives abgewinnen. Man kann seinen Gedanken nachhängen, von Gestern und von Morgen träumen. Mit Kerzen und Kuscheldecke, alternativ tut es auch ein gutes Glas Rotwein – geht das besonders gut. Wir müssen Muße erst wieder neu entdecken, weil uns stets die Handys den Weg versperren“.

Wenn wir uns heute hier beim Gedenkstein am Clubhaus versammelt haben, so hat dieser Ort zunächst etwas symbolisches, aber auch etwas sehr reales. Wir alle wissen, dass dieser Ort nicht der Ort ist an dem sich die Toten aufhalten, aber insbesondere für die verstorbenen Vereinskameraden ein besonderer ist. Wer bedenkt, dass alles was um das Vereinsgelände herum entstanden ist, von Menschen Hand errichtet wurde und von vielen Menschen, die heute nicht mehr bei uns sind, dann haben die Toten des Vereins auch hier einen realen Ort gefunden, an dem sie mit uns kommunizieren. Und wenn wir in der DJK-Gemeinschaft Trost anlässlich des Verlustes von Angehörigen und Freunden hier erfahren haben, dann hat dieser Ort über den Sport- und Spielbetrieb hinaus eine besondere Bedeutung. Als Trostsuchender wurde mir noch nicht mein Leid genommen, aber der Zuspruch anderer, das Vermitteln von Vertrauen und Zuversicht tat meiner Seele gut.

(Geistliches Wort durch Diakon Stefan Baumstark von St. Bernhard)

Die Toten sind uns vorausgegangen. Vielleicht warten sie auf uns. Sie sind vermutlich nicht in der Lage, uns hier und jetzt zu helfen. Die Zeitfüllung gehört nicht zu ihren Aufgaben. Aber trösten können sie. Wer weiß, die Zeit der Erfüllung steht womöglich noch aus.

Auch in diesem Jahr mussten wir wieder von Bekannten, Verwandten und Freunden Abschied nehmen. In erster Linie sind natürlich zuerst die engsten Angehörigen und Verwandten von Trauer und Schmerz ergriffen und es braucht Zeit, diese Trauer zu verarbeiten, um sie überwinden zu können. Immer wieder helfen hierbei Gebete für die Verstorbenen, wie diese bereits bei den frühen Christen überliefert sind. Doch oftmals kann nicht sofort der Glaube an eine Wiederauferstehung über den ersten Schmerz hinweghelfen. Wer aber seinen Schmerz mit anderen teilen kann und wer von diesen anderen in einer Gemeinschaft aufgefangen wird, wird Trost und Zuversicht in die Zukunft gewinnen.

Seit dem ersten Totengedenken an dieser Stelle vor über 40 Jahren haben viele von Euch, die Ihr an dieser heutigen Gedenkveranstaltung teilnehmt, Vereinskameraden und -kameradinnen verloren, die Euch und uns über Jahre und Jahrzehnte begleitet haben. Doch für Christen sind die Gräber von Angehörigen nicht allein Stätten des Trauerns und des Erinnerns, sondern Orte der Hoffnung auf das ewige Leben.

In diesem Jahr erinnern wir insbesondere an:
Carmen Sommer * 1943 , † 9. Februar 2017
Lasst uns einen Moment innehalten.

Wir gedenken heute all jener Menschen, die wir im familiären Kreis, im Kreise von Verwandten, Freunden, Vereinskameraden durch Tod verloren haben. Wir trauern mit allen, die Leid tragen um die Toten. Wir erinnern an sie und lassen sie damit weiter teilhaben an unserer Gemeinschaft.

Bernd Breitkopf, 1. Vorsitzender