Seniorenkreis: Besuch 15. Neereder Mundart-Owed

Am Samstag, den 15. November 2019 besuchte der Seniorenkreis den 15. Neereder Mundart-Owed im evangelischen Gemeindehaus Neureut-Nord.

‚Wer net kommt, isch selwer schuld!‘. Unter diesem Motto luden Roland und Martin Bruchmann und Karlheinz Grether, die Mundart-Akrobaten der Alt-Neereder Schul, ein.

Die drei ‚Alt-Neereder‘ präsentierten an diesem Abend – vom Vierten im Bunde, Simon Eisenlöffel, am Klavier musikalisch bravourös und einfallsreich begleitet – wieder die allerneuesten Werke aus ihrem aktuellen Dialektschaffen.

Dabei ging es diesmal ums ‚Kinnergriege‘, um ‚Zufriedehoid‘, um die ‚Qwid‘. Um die Aufschreibungen eines Opas in einem Album, Stichwort ‚noi, noi, noi‘, weil die vorgefertigten Fragen doch zu intim waren. Es ging um maskuline ‚Gwichtskontroll‘, um ‚völlich vorurtoilsfreie Urlaubsplanung‘, es ging um ‚Ooier‘, um ‚Gardefreud‘ und vor allem um den ‚Männergrippeblues‘. Das war eine Neuentdeckung für uns Zuschauer: Roland Bruchmann als Sänger, begleitet von Simon Eisenlöffel an der Gitarre.

Zugaben gab es auch, sie waren von vornherein eingeplant, damit die drei net uffstehe müsse und raus und rei laafe müsse.

Den zwanzig Zuschauern vom Seniorenkreis hat der Ausflug nach ‚Neered‘ gut gefallen, wir haben uns köstlich amüsiert,  und ein kräftigen Applaus Richtung Bühne geschickt.

Vielen Dank an Armin für die Organisation.

An dieser Stelle die herzliche Einladung an alle Mitglieder und Freunde des Seniorenkreises zu unserer vorweihnachtlichen Adventsfeier am 12. Dezember 2019, 15.00 Uhr, im Clubhaus an der Friedrichstaler Allee. Mit Rückblick aufs Jahr 2019 und einer Vorausschau ins Jahr 2020.

Seniorenkreis: Erkundung Klosterruine Frauenalb

Kurzweiliger Ausflug mit „Klostergeist“ Gerhard Stöckle

Knapp 40 Teilnehmer/innen zählte der jüngste Ausflug des Seniorenkreises der DJK Ost am 19. September 2019 zu einem besonderen Kulturdenkmal in unserer Region. Knapp eine Stunde mit der Stadtbahn vom Karlsruher Marktplatz entfernt, erheben sich die beiden erhaltenen Kirchtürme des ehemaligen Klosters Frauenalb in den Himmel des Albtals.

Im Vorfeld des Ausflugs war es gelungen, mit dem Architekten Dipl. Ing. Gerhard Stöckle, auf dem Bild links zu sehen, den Fachmann zur Klosteranlage überhaupt zu gewinnen. Für seine inzwischen 43 Jahre lange ehrenamtliche Tätigkeit für die Klosterruine war Gerhard Stöckle, der zusammen mit seiner Ehefrau Erika die Exkursion leitete, 2017 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden.

In seinem rund 45 Minuten währenden Streifzug durch die über 800-jährige Geschichte Frauenalbs, von der Gründung als Benediktinerinnenkloster und adeliges Damenstift um das Jahr 1180 bis zum heutigen Tage, erwies sich Gerhard Stöckle einmal mehr als profunder Kenner und großartiger Erzähler, der alle Anwesenden in seinen Bann zog.

Die Klostergründung Frauenalbs ging auf eine Stiftung der Grafen von Eberstein Ende des 12. Jahrhunderts zurück, wobei ein exaktes Gründungsdatum urkundlich nicht belegt werden kann, aber anhand von Untersuchungen der ältesten Bausubstanzen um 1180 zu datieren ist. In seiner Blütezeit im 17. Jahrhundert lebten rund 30 Konventualinnen im Kloster, das selbst über beachtliche Besitztümer in der näheren und weiteren Umgebung verfügte und so einen erheblichen Reichtum erwirtschaften konnte. Als 1802/03 im Zuge des Reichsdeputationshauptschlusses unter Napoleon Bonaparte zahlreiche weltliche sowie sämtliche geistliche Herrschaftsgebiete aufgehoben wurden, fiel die Klosterherrschaft Frauenalb mit allen Besitztümern an das Großherzogtum Baden.

Da der Staat Baden mit dem großen Klosterareal nichts so recht anfangen konnte, überließ dieser Kirche und Konvent einer ganzen Reihe von Abenteurern und Spekulanten, die sich als Unternehmer von Spinnereien und Webereien ebenso versuchten wie als Lackwarenfabrikanten oder Bierbrauer und als frühe „Start-Up-Unternehmen“ so ziemlich alles an die Wand fuhren und nur Schulden hinterließen. So bewahrheitete sich 1853 der Fluch der letzten Äbtissin Maria Viktoria von Wrede (1793-1803), nach dem ein Brand alles vernichten solle, was dem eigentlichen Sinn des Klosters widersprach. In jenem Jahr 1853 wütete in der Tat ein gewaltiges Feuer in Frauenalb, das die gesamte Klosteranlage nur noch als Ruine übrig ließ.

In den folgenden Jahrzehnten wurde die Klosteranlage dem Verfall überlassen oder diente sowohl als Steinbruch wie auch als Müllplatz. Obwohl mit dem Bau der Albtalbahn von Karlsruhe über Ettlingen nach Bad Herrenalb bereits um 1900 die ersten Touristen Frauenalb zu entdecken begannen, sollte es noch viele weitere Jahre dauern, bis sich die Denkmalpflege der Anlage annahm. Seit Gründung einer eigenen „Stiftung Frauenalb“ im Jahre 1959, in der die Stadt Karlsruhe, der Landkreis Karlsruhe, die Stadt Ettlingen sowie die Gemeinde Marxzell vertreten sind, wurden bis dato mehrere Millionen Euro für die Sanierungsmaßnahmen ausgegeben und Frauenalb dient seit Jahren als malerische Kulisse für kulturelle Aufführungen.

Zum Abschluss des Exkursionsteils besichtigten die Ausflügler die imposanten Kellergewölbe unter der Kirche und konnten sich davon überzeugen, dass es keinen geheimen Gang zwischen dem adeligen Damenstift und dem Zisterzienserkloster Herrenalb gegeben hatte.

Den Ausklang beging der Seniorenkreis zusammen mit dem Ehepaar Stöckle im Lokal „König von Preussen“. Ein gelungener Abschluss bei bestem vorherbstlichem Wetter im Albtal, das sich von seiner besten Seite zeigte.

Bernd Breitkopf

Seniorenkreis: Argentinien – mehr als Gauchos und Fußball

Die Veranstaltung im Juli 2019 im Clubhaus der DJK Karlsruhe-Ost war dem Thema Argentinien gewidmet. Dr. Pablo Barreiro (aktiver AH Fußballer, davor jahrelang aktiv bei den Fußballsenioren) hatte hierzu einige Bilder und Geschichten aus seinem Heimatland vorbereitet. Und es sollte ein fulminanter Vortrag werden, die zahlreich anwesenden Seniorenkreisler (über 30 Personen) sollten einen spannenden Nachmittag erleben.

Von Heinz Häfner kurz vorgestellt, begann die Reise mit Pablo zunächst mit Geographie. Riesengroßes Land, Im Westen die Anden, im Süden Patagonien, in der Mitte die Pampa, im Osten das Meer und Buenos Aires, im Norden die Wüste. Pablo erzählte über die Herkunft der Gauchos, die Armutsschere im Land und insbesondere in Buenos Aires, den Umgang der spanischen Eroberer mit den Ureinwohnern und später Sklaven aus Afrika, die Rolle der Militärdiktaturen, die Korruption im Land und die Rolle des Nationalsozialismus in den vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Und den Umgang mit einer Inflation von mehreren Hundert Prozent im Jahr.

Pablo erzählte uns auch seine persönliche Geschichte. Zeigte uns Bilder von Grundschule und Gymnasium, mit Stahlgittern geschützt gegen Plünderungen. Aufgrund der schulischen Leistungen mit einem Stipendium zum frühzeitigen Studium ausgestattet, und dann – für ihn ein Glücksfall – die Einladung nach Deutschland, für die Diplomarbeit. Alles war für ihn neu. Die Leute, die Sprache, die Kultur, das Umfeld. Und wie er zur DJK Karlsruhe-Ost kam, dort ein Stück weit Ersatz-Heimat und Ersatz-Familie fand. Er bekam eine Promotionsstelle am KIT, ging nach seinem Abschluss zunächst zurück nach Argentinien. Kam aber nach 4 Jahren zurück nach Deutschland, der Verhältnisse wegen. Fand Arbeit, und ist heute bei der SEW in Bruchsal tätig.

 

Vielen Dank auch nochmals von dieser Stelle für den sehr interessanten, mitreissenden und auch berührenden Nachmittag. Der Leiter des Seniorenkreises Volker Hartmann dankte Pablo für den tollen Vortrag und wünschte ihm für seine weitere Zukunft alles alles Gute.

Volker Hartmann erinnerte zum Abschluss an die Anmeldung zum Ausflug am 19. September – den Besuch der Klosterruine Frauenalb. Start wird gegen 09.00 Uhr sein, mit der Albtalbahn nach Frauenalb, Besichtigung der Ruine, Mittagessen vor Ort, und dann werden wir gegen 16.00 Uhr wieder zurück am Hauptbahnhof Karlsruhe sein. Auch dies wird ein spannender Nachmittag, werden wir doch betreut vom Autor eines Buches („Frauenalb – Streifzug durch 800 Jahre Geschichte“, 218 Seiten) zur Klosterruine Frauenalb. Und dieser Autor ist unser 1. Vorstand Bernd Breitkopf. Es geht auch um geheime Gänge, bislang unbekannte Kellerräume und vieles mehr. Anmeldungen bei Volker Hartmann bis Ende August über die üblichen Wege. Weitere Infos werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Und zuletzt noch ein Wort zur Veranstaltung im November 2019. Wir planen den Besuch einer Veranstaltung der Alt-Neereder Schul. Diese steht für Pflege und Erhalt der „Neereder Mudderschbrooch“. Hier haben wir nun auch den Termin: Samstag, den 16. November, Beginn 19.00 Uhr. Weitere Infos werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Seniorenkreis in Forbach (Murgtal)

Am Mittwoch, dem 27. Tag im Juni des Jahres 2019, trafen sich trotz sehr heißer Witterung 27 Mitglieder und Freunde des Seniorenkreises zum Ausflug nach Forbach, zum dortigen Rudolf-Fettweiß-Pumpspeicherkraftwerk der EnBW. Die Anfahrt mit der Murgtalbahn verlief problemlos, die Gruppe kam pünktlich in Forbach an.

    

Von der Haltestelle führte eine kleine Wanderung (Danke an Wanderführer Günter Dreßler) an der Murg entlang zum Kraftwerk. Für die Nicht-Wanderer war ein Fahrdienst organisiert worden – Danke an Konrad Puchinger.

    

    

Im Kraftwerk stand ein kurzer Einführungsvortrag, ein Kurzfilm und schließlich die Besichtigung der technischen Anlagen auf dem Programm. Vielen Dank an den Leiter der Netzleitstelle für die sehr kompetente und anschauliche Information zum Kraftwerk.

Zum Abschluß gab es ein gutes Mittagessen und eine freundliche Bewirtung in der Gaststätte Adler. Vielen Dank an Frau Girrbach, die im Ort auch gerne Frau Adler genannt wird. Wurden wir doch aufgrund der hohen Temperaturen überraschend mit einem Glas Wasser empfangen, das noch dazu aufs Haus ging.

 

 

Der Leiter des Seniorenkreises – Volker Hartmann – verwies zum Ende auf die Jahreshauptversammlung am 29.06.2019 und lud alle Freunde und Mitglieder zur nächsten Veranstaltung ein: Pablo Barreiro, Mitglied der Fußball AH und lange Jahre aktiver Spieler der Fußballer, wird am 18. Juli 2019 über sein Heimatland Argentinien erzählen.