Seniorenkreis: Vortrag zur Geschichte der Assistenz-Systeme in unseren Autos

Am 16. Juli haben wir es gewagt, wir haben die Veranstaltungen für unseren Seniorenkreis wieder aufgenommen und konnten kurzfristig Silke Zimmer-Merkle, eine Floorballerin der ersten Stunde, für einen sehr interessanten Vortrag zur Geschichte der Assistenz-Systeme in Autos gewinnen.  Die Umsetzung der notwendigen  Corona-Maßnahmen, die sich aus dem Corona-Konzept des Vereines für uns ergeben, tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Der Vorsitzende des Seniorenkreises gratulierte zunächst Hanna Böcherer nochmals zum 80. Geburtstag, und erzählte dann über den für den 17. September geplanten Ausflug in den Süden des Schwarzwaldes. Hierfür bitte bei Volker Hartmann anmelden.

Silke ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Technikzukünfte am KIT Karlsruhe. Im Studium und bei ihrem Forschungsaufenthalt in Cambridge (UK) hat sie sich mit dem Thema Technikgeschichte beschäftigt. In ihrer abgeschlossenen Doktorarbeit warf sie einen Blick in die Geschichte der Assistenzsysteme im Auto und ging Fragen nach wie: Welche Rolle spielten Assistenzsysteme in der Vergangenheit? Warum sind sie für „autonome“ Autos wichtig? Und dürfen und wollen wir noch selbst Auto fahren?

Silke begann jedoch mit Ihrer persönlichen Geschichte bei der DJK Karlsruhe-Ost, als Teil einer neuen Abteilung ‚Floorball‘, die vor über 10 Jahren bei uns ihre Heimat fand. Als Aktivität an der Universität Karlsruhe gestartet, suchte man eine stabile Bleibe, die sie bei uns fanden. Unser heutiger  Ehrenvorsitzender Günter Fritz war als Vorstand damals auf der Vereinsseite der Ansprechpartner. Und so hatte Günter als Teil des Zuhörerschaft seine besondere Freude am Vortrag.

Silke erzählte uns von den ersten wichtigen Assistenz-Systemen, die heute als selbstverständlich betrachtet werden: Scheibenwischer und Anlasser. Hatten doch die ersten Autos keine Windschutzscheibe, und das Automobil musste mit einer Kurbel gestartet werden, die so manchen Automobilisten den Daumen kostete. Und so ging die Entwicklung hin zu Einpark-Assistenten, und wird sich schließlich zum autonomen Fahren weiter entwickeln. Silkes Vortrag war sehr kurzweilig, viele Senioren brachten eigene Erfahrungen.

Ein toller, kurzweiliger und sehr interessanter Vortrag. Der Seniorenkreis bedankte sich bei Silke mit einem Blumenstrauß und ersten Köstlichkeiten aus Carlas Konfitürenküche. Und wenn wir Silke wieder einladen, werden wir Frau Dr. Silke Zimmer-Merkle begrüßen dürfen.

 

Seniorenkreis im Karneval: Fidel-Hoi

„Fidel-Hoi“ bei der KG Humoristika

Am Samstag, den 8. Februar 2020, war wieder der halbe Tisch Nr. 1 der Sängerhalle Knielingen voll mit Karnevalsfreunden des Seniorenkreises der DJK Karlsruhe-Ost. Für uns arrangiert von unseren Mitgliedern und Humoristika-Elferräten Wolfgang Obert und Günter Dressler, die uns alle persönlich begrüßten. Punkt 20:11 Uhr ging es los. Dem Eröffnungslied „Ja Humor muss sein“ folgten viele Tanzdarbietungen. So das gerade mal sieben Jahre alte Tanzmariechen Hanna der KaGe 04 Durlach oder das Tanzpaar Larissa Künzler und Timo Schenk. Den vereinseigenen Ruf „Fidel-Hoi“ übten wir bei den Auftritten der Knielinger Victoriagarde, der Tulpengarde der KG Badenia und der Residenzgarde der KG Fidelio.

Aber die KG Humoristika hat auch genug Eigengewächse, die eigene Beiträge bringen. So die närrischen Gesangseinlagen von Tom Schlamm und Verena Dressler. Die Humoristika-Damen brachten eine schöne Tanzeinlage mit ihrem „Queen-Medley“ und das Humoristika-Herrenballett begeisterte mit einem historischen Rückblick. Präsident Markus Künstler war zweimal mit originellen Beiträgen zu Gange und machte seinem Namen alle Ehre. Mit den Nöten eines Elferrats, vorgetragen von Elferrat Walter Kohler, ging es weiter. Ein Höhepunkt war auf jeden Fall der Auftritt des Spiegelnarren Michael Obert. Wenn er König von Deutschland, den USA oder Großbritannien wäre, dann würde er vieles anders machen. Da blieb keine Deutsche Partei und kein denkwürdiges Ereignis unerwähnt. Das war auch für uns ein Beitrag der Extraklasse.

Zur Pause gab es auch die unvermeidlichen Ehrungen für die geladenen Gäste. Traditionell ist auch die DJK Karlsruhe-Ost hier vertreten, und unser Schriftführer Armin Beck durfte den Jahresorden der KG Humoristika in Empfang nehmen.

Nach der Pause folgte eine turbulente Show von Professor Künstler und seiner Hardtwald Klinik, bei der die Akteure für viel Lacher sorgten.
Schon was von den „Dodderdabbern“ gehört? Die gehören als Guggenmusik zur Karnevalsgesellschaft Ost und gaben uns mit ihrer geballten Blasmusik einiges auf die Ohren.
Es ging schon gegen Mitternacht, als der letzte „Fidel-Hoi“-Ruf verklungen war. Wir von den DJK Karlsruhe-Ost Senioren verbrachten wieder einen schönen Faschingsabend, und die Zeit rauschte wie im Flug an uns vorbei. Vielleicht kommen nächstes Mal noch ein paar weitere DJKler mit dazu? Die Akteure der KG Humoristika haben es sich sicher verdient.

Seniorenkreis: Adventsfeier

Tolle Adventsfeier des Seniorenkreis

Am Donnerstag, den 12. Dezember, feierte der Seniorenkreis seine traditionelle vorweihnachtiche Adventsfeier. Über 40 Mitglieder und Freunde waren gekommen, um sich gemeinsam auf Weihnach ten einzustimmen. Die Hütte war voll, zusätzliche Stühle mussten beigestellt werden.

Nach einem ersten Lied (begleitet durch Renate Gräger) begrüßte der Vorsitzende des Seniorenkreises, Volker Hartmann, die Anwesenden und gab zunächst einen Rückblick über die Aktivitäten im Jahre 2019. Vorträge zu Ruanda und Argentinien, Ausflüge nach Mannheim (Technomuseum) und Frauenalb, der Besuch von Faschingsveranstaltung und Mundart-Theater, und die gemütlichen Beisammenseins bei Spargel oder Zwiebelkuchen oder eben Weihnachtsplätzchen. Und erfreulicherweise konnte Volker Hartmann ansteigende Teilnehmerzahlen konstatieren. Er gab auch einen Überblick über die geplanten Aktivitäten in 2020, die Liste wird gemeinsam mit der DJK Rundschau Q1 2020 zur Verfügung gestellt. Und natürlich auch im Schaukasten ausgehängt.

Nach Kaffee und Kuchen (vielen Dank an alle, die für das tolle Kuchenbüffet gesorgt haben) wurden weihnachtlich besinnliche Geschichten zum Besten gegeben, Lieder gesungen und Musikstücken gelauscht.

Fritz baute derweil wie einst Robin Hood seinen Spannungsbogen auf – schließlich konnten wir uns doch noch an den von ihm zusammengestellten Bildern aus Veranstaltungen der Jahre 2013 und 2014 erfreuen.

Gegen 17.00 Uhr überbrachte der 1. Vorsitzende des Vereins, Bernd Breitkopf, die Grüße der Vorstandschaft und dankte all jenen, die zum Gelingen der jeweiligen Veranstaltungen beitragen. Die einen bekamen Export, die anderen Pils. Und er konnte auch eine besondere Ehrung vornehmen: Dietmar Kellermann wurde für laaaaange und treue Mitgliedschaft zum Verein geehrt.

Und wie es Tradition ist: der abschließende Höhepunkt in dem von Kerzen erleuchteten Nebenraum mit einem stimmungsvollen ‚Stille Nacht, Heilige Nacht‘.

Eine rundum gelungene Veranstaltung, vielen Dank an alle die dazu beigetragen haben.

 

Seniorenkreis: Besuch 15. Neereder Mundart-Owed

Am Samstag, den 15. November 2019 besuchte der Seniorenkreis den 15. Neereder Mundart-Owed im evangelischen Gemeindehaus Neureut-Nord.

‚Wer net kommt, isch selwer schuld!‘. Unter diesem Motto luden Roland und Martin Bruchmann und Karlheinz Grether, die Mundart-Akrobaten der Alt-Neereder Schul, ein.

Die drei ‚Alt-Neereder‘ präsentierten an diesem Abend – vom Vierten im Bunde, Simon Eisenlöffel, am Klavier musikalisch bravourös und einfallsreich begleitet – wieder die allerneuesten Werke aus ihrem aktuellen Dialektschaffen.

Dabei ging es diesmal ums ‚Kinnergriege‘, um ‚Zufriedehoid‘, um die ‚Qwid‘. Um die Aufschreibungen eines Opas in einem Album, Stichwort ‚noi, noi, noi‘, weil die vorgefertigten Fragen doch zu intim waren. Es ging um maskuline ‚Gwichtskontroll‘, um ‚völlich vorurtoilsfreie Urlaubsplanung‘, es ging um ‚Ooier‘, um ‚Gardefreud‘ und vor allem um den ‚Männergrippeblues‘. Das war eine Neuentdeckung für uns Zuschauer: Roland Bruchmann als Sänger, begleitet von Simon Eisenlöffel an der Gitarre.

Zugaben gab es auch, sie waren von vornherein eingeplant, damit die drei net uffstehe müsse und raus und rei laafe müsse.

Den zwanzig Zuschauern vom Seniorenkreis hat der Ausflug nach ‚Neered‘ gut gefallen, wir haben uns köstlich amüsiert,  und ein kräftigen Applaus Richtung Bühne geschickt.

Vielen Dank an Armin für die Organisation.

An dieser Stelle die herzliche Einladung an alle Mitglieder und Freunde des Seniorenkreises zu unserer vorweihnachtlichen Adventsfeier am 12. Dezember 2019, 15.00 Uhr, im Clubhaus an der Friedrichstaler Allee. Mit Rückblick aufs Jahr 2019 und einer Vorausschau ins Jahr 2020.

Seniorenkreis: Erkundung Klosterruine Frauenalb

Kurzweiliger Ausflug mit „Klostergeist“ Gerhard Stöckle

Knapp 40 Teilnehmer/innen zählte der jüngste Ausflug des Seniorenkreises der DJK Ost am 19. September 2019 zu einem besonderen Kulturdenkmal in unserer Region. Knapp eine Stunde mit der Stadtbahn vom Karlsruher Marktplatz entfernt, erheben sich die beiden erhaltenen Kirchtürme des ehemaligen Klosters Frauenalb in den Himmel des Albtals.

Im Vorfeld des Ausflugs war es gelungen, mit dem Architekten Dipl. Ing. Gerhard Stöckle, auf dem Bild links zu sehen, den Fachmann zur Klosteranlage überhaupt zu gewinnen. Für seine inzwischen 43 Jahre lange ehrenamtliche Tätigkeit für die Klosterruine war Gerhard Stöckle, der zusammen mit seiner Ehefrau Erika die Exkursion leitete, 2017 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden.

In seinem rund 45 Minuten währenden Streifzug durch die über 800-jährige Geschichte Frauenalbs, von der Gründung als Benediktinerinnenkloster und adeliges Damenstift um das Jahr 1180 bis zum heutigen Tage, erwies sich Gerhard Stöckle einmal mehr als profunder Kenner und großartiger Erzähler, der alle Anwesenden in seinen Bann zog.

Die Klostergründung Frauenalbs ging auf eine Stiftung der Grafen von Eberstein Ende des 12. Jahrhunderts zurück, wobei ein exaktes Gründungsdatum urkundlich nicht belegt werden kann, aber anhand von Untersuchungen der ältesten Bausubstanzen um 1180 zu datieren ist. In seiner Blütezeit im 17. Jahrhundert lebten rund 30 Konventualinnen im Kloster, das selbst über beachtliche Besitztümer in der näheren und weiteren Umgebung verfügte und so einen erheblichen Reichtum erwirtschaften konnte. Als 1802/03 im Zuge des Reichsdeputationshauptschlusses unter Napoleon Bonaparte zahlreiche weltliche sowie sämtliche geistliche Herrschaftsgebiete aufgehoben wurden, fiel die Klosterherrschaft Frauenalb mit allen Besitztümern an das Großherzogtum Baden.

Da der Staat Baden mit dem großen Klosterareal nichts so recht anfangen konnte, überließ dieser Kirche und Konvent einer ganzen Reihe von Abenteurern und Spekulanten, die sich als Unternehmer von Spinnereien und Webereien ebenso versuchten wie als Lackwarenfabrikanten oder Bierbrauer und als frühe „Start-Up-Unternehmen“ so ziemlich alles an die Wand fuhren und nur Schulden hinterließen. So bewahrheitete sich 1853 der Fluch der letzten Äbtissin Maria Viktoria von Wrede (1793-1803), nach dem ein Brand alles vernichten solle, was dem eigentlichen Sinn des Klosters widersprach. In jenem Jahr 1853 wütete in der Tat ein gewaltiges Feuer in Frauenalb, das die gesamte Klosteranlage nur noch als Ruine übrig ließ.

In den folgenden Jahrzehnten wurde die Klosteranlage dem Verfall überlassen oder diente sowohl als Steinbruch wie auch als Müllplatz. Obwohl mit dem Bau der Albtalbahn von Karlsruhe über Ettlingen nach Bad Herrenalb bereits um 1900 die ersten Touristen Frauenalb zu entdecken begannen, sollte es noch viele weitere Jahre dauern, bis sich die Denkmalpflege der Anlage annahm. Seit Gründung einer eigenen „Stiftung Frauenalb“ im Jahre 1959, in der die Stadt Karlsruhe, der Landkreis Karlsruhe, die Stadt Ettlingen sowie die Gemeinde Marxzell vertreten sind, wurden bis dato mehrere Millionen Euro für die Sanierungsmaßnahmen ausgegeben und Frauenalb dient seit Jahren als malerische Kulisse für kulturelle Aufführungen.

Zum Abschluss des Exkursionsteils besichtigten die Ausflügler die imposanten Kellergewölbe unter der Kirche und konnten sich davon überzeugen, dass es keinen geheimen Gang zwischen dem adeligen Damenstift und dem Zisterzienserkloster Herrenalb gegeben hatte.

Den Ausklang beging der Seniorenkreis zusammen mit dem Ehepaar Stöckle im Lokal „König von Preussen“. Ein gelungener Abschluss bei bestem vorherbstlichem Wetter im Albtal, das sich von seiner besten Seite zeigte.

Bernd Breitkopf